Sleep Heil

staatsakt. 07/2015


So, da hätten wir das bald auch geschafft: Endlich Sommerferien!

Noch diese eeeeeeine Veröffentlichung und dann:
Alles wieder vergessen! Den Finanzstress vergessen, Putin und die Ukraine vergessen, Griechenland vergessen, den Grexit vergessen, Merkel bei LeFloid und am Ende vielleicht sogar sich selbst vergessen.

Und was liest man im Urlaub am verregneten Strand im wärmsten Jahr aller jemals gemessenen Zeiten?!
Den neuen Varoufakis?! "Time for change"?!
Oder doch lieber einen Klassiker?!
Wie wäre es mit "Wahnsinn und Vermögen" von K. Kasaschouk?
Oder "Milly Jackson und die Whiskeybande" von Jim Jamerson?! Oder doch lieber nüchtern, deutsch und irgendwie noch viel wahnsinniger
"Die Fabrik" von Thomas Braun, in der neuen Ausgabe mit einem lesenswerten Vorwort von Dietmar Dath?

Ja, denn die Tablets und die Smartphones, die bleiben ja nun zuhause, können dort so lange Thermostat spielen. Und Abends das Licht anschalten, damit die Einbrecher nicht auf dumme Gedanken kommen.
Vielleicht können die kommende Produkt-Generationen ja sogar den Hund füttern, naja, der Hund fährt gerne mit an die See, aber die Katzen vielleicht, oder den Beo.

Was auf jeden Fall mit ins Reise-Gepäck muss ("Ich packe meinen Koffer...") ist die CD oder das VINYL (+CD) von SLEEP, also Andreas Spechtls Solo-Debüt-Album. Erscheint diesen (für uns ersten Urlaubs-)Freitag!
Wundervolle, folky Dub-Musik, mit der sich im Urlaub formidabel die Festplatte im Hirn (de-)fragmentieren lässt.

Auch für Balkonien hat sie zumindest in unseren Kreisen schon einige sehr erfreuliche Testläufe hinter sich mit dem Resultat, das alle Beteiligten sie immer wieder und wieder hören wollten... Wir sind uns also ganz gewiss: Diese Platte ist wie die Natur selbst ein echter Grower:

Wer tagsüber eine sinnvolle Beschäftigung sucht, etwa weil es schon wieder in Strömen regnet und einem die UNO-Regeln partout nicht wieder einfallen wollen, der könnte ja auch mal wieder ins Kino gehen!

HEIL, von Dietrich "Diddimaus" Brüggemann wäre da gerade im Angebot, in dem der Schreiber dieser Zeilen (featuring seine Familie) tatsächlich einen Cameo-Auftritt hat.

Die TAZ, oder war es die SZ, meinte neulich, es seien ja wohl nur deshalb so viele Cameo-Auftritte in dem Film quasi drin, damit die Beteiligten dann über Social-Media den Film "liken" täten und so fort. Quasi unfreiwillige Opfer einer viralen Casting-Strategie des Regisseurs oder seiner Produktionsfirma geworden seien.
Diesem Verdacht geben wir an dieser Stelle nur allzu gerne nach und machen hier und jetzt ohne jede eigene Idee von Welt Werbung für diese Neonazi-Komödie, die gerade unsere Heimat-Feuilletonisten ohne Urlaub ganz ordentlich auf Trab hält.

Nochmals Kino: Im Film "Victoria" gibt es auch eine staatsakt-Beteiligung. Der wundervolle "Golden Song" von Zwanie Jonson, von dem damals niemand etwas wissen wollte, und ob des unfassbaren Desinteresses die ganze Firma in eine mehrmonatige Depression versetzte, läuft nun Dank des Kinoerfolgs im Radio rauf und runter. Hier ein Low-Budget Video von, ähm, genau... damals!

Kaufen Sie doch einfach das Album "I'm a sunshine" von Zwanie Jonson im Staatsakt-Shop. Sind noch viele andere tolle Songs drauf. Eigentlich nur tolle Songs! Und zusammen mit SLEEP wären sie damit bestens für den Urlaub ausgerüstet. So rein sound-technisch gesehen.

Wir sind dann Ende August wieder über diesen Kanal am Werk. Dann gibt es das neue Album von Lambert ("Stay in the dark"), das lang-erwartete neue Werk von Knarf Rellöm, moody music von Nova Heart und wenn die Gerüchteküche stimmen sollte sind Dickie, Torsten und Bernd auch mit den Aufnahmen zu ihrem Comeback-Album fertig.

Ein neues Fraktus-Album?

Ja, wie geil ist das denn?!

Wünscht einen erholsamen Sommer und setzt voll aufs Comeback:
Euer Staatsakt.

PS: Noch ein Tipp.... hier kann man ab dem 31.07. die erste Staffel der ersten norddeutschen Online-Mystery-Krimi-Serie Deichbullen mit dem hier im Hause hoch geschätzten Reverend Ch. Dabeler (weltberühmt seit "Rollo Aller") in einer Hauptrolle verfolgen!

PPS: Ein allerletzter Tipp, ein letztes Mal Kino, wobei auch auf Tonträger: "Becks Letzter Sommer" im Kino und sogar auf Vinyl. Zwar nicht mehr auf diesem Label, aber bis in alle Ewigkeit kosmisch aneinander klebend: Also Bonaparte und staatsakt.

PPPS: Sie können alle unsere Produkte selbstverständlich auch bei den gängigen Plattformen streamen, aber mit dem Kauf einer Schallplatte oder einer CD verdienen Künstler und Label einfach wesentlich mehr Geld! So das es zum Leben vielleicht auch mal reicht...

© Copyright 2006 - 2015 staatsakt.

Sehr geehrte EZB!

staatsakt. 07/2015


Im Oktober 2014 hattest Du uns Menschen in sozialen Netzwerke dazu aufgerufen, Selfies mit dem neuen, frisch-gedruckten 10 Euro-Schein zu schießen und bereitwillig ins Netz zu stellen. Für die originellsten Selbstportraits mit Geldschein gab es niegel-nagel-neue iPads zugewinnen.

Erinnerst Du Dich?!

Ehrlich gesagt waren wir damals ziemlich schockiert von Deiner Werbe-Idee.

Nicht nur, dass es wahnsinnig viele Menschen auf diesem Planeten gibt, für die 10-Euro ein echtes Vermögen bedeuten.
Nein, wir fanden die ganze Kampagne unmöglich und stellten uns mögliche Bilder von wehenden Euroscheinen in den Händen deutscher Jugendlicher beim shoppen oder cornern vor!
Und wir fragten uns: Ist nun also wirklich die Zeit gekommen, in der die Europäische Zentral Bank mit viralem Marketing das Image des Geldes selbst, mit dem wir alle täglich haushalten müssen, aufpolieren muss?!
Was ist das für eine Zeit, in der man mit Gewinnspielen Werbung für eine Geldwährung macht?

Im Affekt starteten wir sofort eine Ausschreibung im Internet: Wir riefen Musiker dazu auf, "unseren" neuen 10-Euro-Schein ein Lied, ja vielleicht sogar eine Hymne zu schreiben. Zugegeben nicht ohne ironischen Unterton, natürlich vor allem als Kommentar auf Deine Selfie-Werbeaktion: Jedes Waschmittel bekommt doch heute einen eigenen Song. Manch Autoserie wird eine ganze Symphonie auf die Karosserie geschrieben. Der Fall war für uns klar wie Kloßbrühe: Der neue 10-Euro-Schein braucht einen Song!

Nun, wir bekamen tatsächlich viele gelungene Demo-Einsendungen vieler Musiker zugeschickt und wollten Dir, liebe EZB, den von einer eigens dafür eingerichteten Fachjury ausgezeichneten besten Song als "Inoffizielle 10-Euro-Hymne" zusenden, in der Hoffnung, dass Du das Stück wenig später zur "offiziellen 10-Euro-Hymne" erklärst.

Ja, dass Du am Ende vielleicht sogar noch ein paar hübsche Scheine in Produktion und Marketing unseres Vorschlag steckst. Aber: Nach ein paar Tagen verwarfen die Idee wieder, weil sie uns doch zu reaktionär erschien, und wir am Ende ohnehin nur satirisch auf die unserer Meinung nach vollkommen überflüssige, ja zynische Marketing-Kampagne hinweisen wollten. Und das hatten wir mit dem Aufruf ja bereits getan!

Dann kam der Winter und die Zeit zog ins Land. Und die Songs schlummerten auf unserer Festplatte...

Da Du, EZB, aber seit Wochen nicht mehr aus dem Rampenlicht und damit unserem Bewusstsein weichst...

Du weißt, wir müssten jetzt an dieser Stelle mit Dir über Griechenland reden, über den Grexit, Varoufakis, die sogenannte Troika und den ganzen Rest.
Jetzt, da Du also nicht nur bei Überweisungs- oder Barzahlungsvorgängen vollständig in das Zentrum unserer Existenz vorgedrungen bist, sondern wirklich bis in die letzte Ritze unseres Seins, haben wir uns - wir schreiben den 07.07.2015 – nochmal gründlich umentschieden!

Wir wollen Dir also hiermit diese fünf, unserer Meinung nach interessantesten "10 Euro Songs" aus unserer Ausschreibung vorspielen. Bitte berücksichtige: Es sind allesamt mehr oder weniger unfertige Demo-Versionen!
Im etwa gleichem Zustand, in dem wir gerade die komplette europäische (Währungs-)Union, die europäische Zentralbank und alle anderen verantwortlichen Institutionen vorzufinden glauben: In einem Zustand der Improvisation, in dem man trotz aller offensichtlichen Fragezeichen, keinesfalls seine Souveränität verlieren darf, die man schon lange verloren hat!

Wir wollen Dich mit dieser zugegeben extrem verspäteten Aktion an Deinen Hochmut aus dem November 2014 erinnern, als Du uns noch stolz und souverän in den sozialen Medien den neuen 10-Euro-Schein vor die Nase hieltest, als habe die kleine Maria gerade ihre Erst-Kommunion hinter sich gebracht, oder Tante Erna ihren 70. Geburtstag!
Sehr geehrte EZB! Wir als Kulturschaffende und Finanzamateure wünschen Dir gute Unterhaltung mit diesen 10-Euro-Liedern:

Es steckt bei aller Ironie tatsächlich sehr viel Feingefühl- und Herzblut darin.
Und natürlich kann man sich fragen, ob das nicht alles ziemlich leichtfertig von uns ist, diesen Quatsch hier im Anbetracht der drohenden Katastrophe an diesem Tag in die Welt zu setzen! Auf der anderen Seite hast Du, liebe EZB gewisser Weise mit diesem Quatsch angefangen.

Anderen gegenüber so nachtragend wie seine Schulden:

Der Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2015 staatsakt.

Well, yes, no, keine Ahnung!

staatsakt. 06/2015


We have to talk about internationaler Erfolg, Brothers and Sisters!
About the way of the walk, the way we talk, the life we live and probably auch love!
Und ja, es ist wahr! Wir haben uns verkauft! Bzw. not really us but a song called "Ich bin ein Mann" from Der Mann an das US-amerikanische Sony-Label ULTRA-Music.

Dem Top-Label für Ketamin-berauschte Teenager zwischen Miami und Las Vegas. EDM for Peoples with Schmiss in the bux!
Dass sich einige Opinion-Leader auch in der Modestadt Berlin gerade tierisch Fil-mäßig einen abasken, why um Himmels Willen only the people of Die Türen with their trash-appeal?! As there are so much seriöse Knöpfchendreher @every club of the town!?

Ja, well, das sind maybe die gleichen Peoples, die sich schon lange asken warum das Label staatsakt überhaupt still on the market is.

Ja, what do you think warum?!
Maybe they got a tiger in the tank?!
Got a contract with satan?!
Read and understood not only Faust 1 but also Part2?

Are they maybe rich kids?!

Well, why do you ask such things, blödes deutsches Provinzpopperschwein?!
What do you really know from us?!

And do you know what?
We not only gerade look on the US-Market with our Sound bezüglich schnelles Geld machen and run und so - NO! We have also frischly signed a Band from Peking called NOVA HEART:

NOVA HEART is a project by Helen Feng, die auch schon last year very famous bekam in the world for her Vocal-Apperance on this awesome track:

And wo wir gerade so schei miteinnand´ asiatisch reden, let us talk about Austria:

Andreas Spechtl of Ja, Panik Fame bringt im nächsten Monat his Ambient-Dub-Field-Pop-Album "S L E E P" on the market. While others gerade das eitrige Käsekreiner-Comeback des Austro-Pops herbeibeschwören tut Mr.Spechtl the exact right thing: He gives Austro-Pop a fuck!

Well, let me see: Also on my daily "to do list":

The great depro-wave-rock-band ISOLATION BERLIN from Berlin with their brandnew video to the same titeld song. We really love this and freuen uns schon heute einen branch ab, wenn denn erstma im Februar 2016 ihr Debüt-Album released wird:

At the end of a letter bleibt nur noch einen Blick in the beautiful world of WAXONIA zu werfen.
Markus Siegfried Fiedler makes wirklich uniqke objects out of bees-wax... You can watch funny advertisement and even buy strictly limited Federlampen aus Wax on his lovely new webside-projekt.

The world is a fart, lets stART!

Yours,
Mixmaster Van Morris-ey Ravel

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