Pop-O-Mat

staatsakt. 09/2017


Liebe Mama! Weil der Wahl-O-Mat gerade wegen Überfüllung geschlossen ist, schreib ich jetzt erst mal wie versprochen den Newsletter und versuche es dann später noch einmal, ok?


Ja, hallo Peoples!
Jetzt wo sich Berlin Ende August doch nochmal von seiner Berliner-Weiße-mit-Schuss-Seite zeigt, sitzt unsereins auch schon wieder an Deck und forstet sich durch Belege, Rechnungen und Mails. Richtig: Augen auf der Berufswahl!
Ja, und was da nicht alles los war in Berlin während der eigenen Abwesenheit.
Der BDS-Boykott des Pop-Kultur-Festivals zum Beispiel. Und das alles wegen 500 Euro Zuschuss von der Israelischen Botschaft?

Nun, es werden für weitaus weniger als 500 Euro Menschen sogar getötet, liebe entsetzte Pop-Kultur-Menschen!
Dafür gehen namenhafte Fußballspieler heute für weit über 100 Millionen über den Verhandlungstisch und wir merken: Die emotionale Aufregung kann zwischen 500 Euro und 140 Millionen Euro in etwa gleich hoch sein. Manch einer flippt schon bei 20 Cent Wechselgeld-Beschiss total aus und macht den Metzgereifachverkäufer im Handumdrehen zum Beaf-Burger mit deliziösem Topping.

Nochmal kurz überlegt: War G20 vor oder nach meinem Urlaub?
Und hat wer gestern das Interview mit Frau Raute in der TAZ gelesen?
Bushido abonniert?
Und wer ist jetzt nochmal neuer Irgendwer in Trumps Kabinett des hochoffiziellen Schattens?

Tja, der Angela-Setting-Effekt. Das will alles nachgearbeitet werden! Dabei helfen uns die sozialen Medien aus Amerika: Timeline rauf, Timeline runter. Zappzarapp!


Und wir so?

Bringen gleichzeitig queere wie heteronormative, fetzige wie nachdenkliche Mukke auf dem Markt. Gießkannenprinzip. Oder ist das jetzt etwa schon das Schrotgewehr?! Jedenfalls machen und tun wir. Ganz fleißig auch.

Letzte Woche erst die BOIBAND, jenes zauberhaften Märchenpop-Projekt von Hans Unstern, Black Cracker und Tucke Royal (Ladies first!).
Es geht ihnen um künstlich-herbeigerufenen Stimmbruch (Pinkkäppchen starring der VW-Wolf und die sieben Dieselein!), Sich-nicht-eingeladen-fühlen (Berghainputtel) und trotzdem Scheißegal (Das tapfere Fickerlein).

Wer schon lange keine Grimm-Märchen mehr gelesen hat, seine Young Fathers Platten wegen ihres BDS-Boykotts bei Ebay verscherbelt hat und weder bei der neuen Wanda noch Kettcar reinkommt, liegt hier sonnengeschützt richtig wie die Prinzessin auf der Gen-manipulierten Erbse!
Also Gold-richtig. Man-San-To.


Let’s talk about CHUCKAMUCK!

Die wohl geilste Gurkentruppe des Landes did it again und veröffentlicht heute ihren dritten Langspieler. Weil es wohl einfach zu viele Möglichkeiten gibt, einem Album einen Namen zu geben, haben CHUCKAMUCK sich einfach für keinen Titel, bzw. "s/t", also "self titled" entschieden. Das Album also nach sich selbst benannt.
Das war natürlich schon immer ein extrem starker Move, wenn der Vater seinen Sohn stolz nach sich selbst benannte.

„Ich heiße Hermann Friedrich Alexander, und so sollst auch Du mein Sohn heißen: Hermann Friedrich Alexander.“
Amen.

CHUCKAMUCK machen sich auf CHUCKAMUCK ein bisschen über Hippies in Thailand lustig, spielen surfigen wie versoffenen Punkrock, sind ansonsten erstaunlich Country-esque unterwegs und dürften mit diesem Werk endgültig zwischen den AERONANUTEN, ERIC HYTSERIC und MUTTER eingeordnet werden. Musik von jungen Wilden für alte Säcke also. Oder von alten Säcken für junge Wilde. Alles eine Frage der Perspektive!

Gehen schließlich auch schon auf die 30 zu, unsere CHUCKAMUCKS.

Wie dem auch sein: Das Album gibt es digital und auf Vinyl, auf 1000 Stück limitiert mit hübschem Büchlein von Oska Wald himselfie mit seinen Händen gestaltet.
Hier kommt das aktuelle Video. Gut für die Libido. Gut fürs Geschäft.

Sex sells. So wie das Salz salzt!


Spelunkenlyrik

Zu guter Letzt eine Empfehlung aus der Unterabteilung "Spelunkenlyrik".

Tobias Bamborschke, Sänger und Texter der famosen Gruppe Isolation Berlin bringt heute seinen ersten Lyrik Band heraus: Mir platzt der Kotzkragen. Dieser gehört dringend in jedes Wartezimmer gelegt: Von der Eckkneipe bis in die Hals-Nasen-Ohren-Klinik!
Wer selbst oft allein daheim zu Alkohol auf die Raufasertapete blickt, der sollte sich ein Exemplar für die Privatbibliothek zulegen.

Ohnehin gilt: Lyrikbände sind die neuen Vinylschallplatten!

Bleibt am Ende eigentlich nur noch eine Frage ungeklärt:
Die Bedeutung des Deckels in Zeiten offener Grenzen.

Bleibt so gesehen heute geschlossen:
Euer Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2017 staatsakt.

Ciao Ciao Moderne?!

staatsakt. 07/2017

Hey Peoples of Newsletterburgia,

der Schreibtisch ist aufgeräumt, die Koffer sind gepackt. Es geht jetzt in die Ferien.
Die Wetterlage ist extrem, aber hey!
Es nützt ja nichts.
Wir müssen jetzt echt mal den Stecker ziehen.

Aber wir geben Euch vorher gerne noch zwei Empfehlungen mit auf den Weg, wie das hier an Ort und Stelle nun mal unsere Aufgabe ist.

Zwanie Jonson - 11 Songs For A Girl

Heute erscheint das dritte Album von Frauen- und Männerversteher Zwanie Jonson, der einen bunten Strauß aus (Blue Eyed-)Soul-, Folk- und George-Harrison-Psychedelic für uns bereit hält. Wie der Titel schon sagt: 11 Nummern all in all, irgendwo zwischen ewig hipper Mitte und dem längst vollzogenen, inneren Rückzug in die nächste Gartenkolonie. Oder schön für auf den Walkman beim Angeln gehen...
Noch letzte Woche konnte Zwanie als maßgeblicher Produzent auf Andreas Doraus Chartsalbum Die Liebe und der Ärger der Anderen die Korken knallen lassen. Wer auf der neuen Dorau Songs wie Ossi mit Schwan oder Liebe ergibt keinen Sinn liebt, der liegt mit 11 Songs For A Girl in der Endlosrille ewiger Jugend und Glückseligkeit goldrichtig.

Maurice & Die Familie Summen – Zeit Zurück

Wir sprachen ja an dieser Stelle in den letzten drei Jahren immer mal wieder darüber: Ja, das da an 'nem Solo-Album gearbeitet wird, das aber bitte nicht als Solo-Quatsch, sondern als funky Familien-Platte verstanden werden will. Leute, dieses Album ist endlich fertig!
Es trägt den verheißungsvollen Titel BMERICA und erscheint am 06.10.2017.

Maurice geht mit neun-köpfiger Band (der Familie Summen) auf Tournee, zusammen mit alten Weggefährten wie Ramin Bijan und Musical-Director Michael Mühlhaus, aber auch andere spitzen Musiker_Innen, die mitgeholfen haben BMERICA überhaupt erst möglich zu machen.

Wir halten vor allem alle Facebook-Verweigerer hier an Ort und Stelle gerne auf dem Laufenden.
Eine erste Single erscheint aber schon heute: Zeit Zurück.

Ja, wer erwischt sich nicht selbst gerne beim Früherwarallesbesserwissen, schon im Bewusstsein, das es natürlich mal wieder ein dummer Gedanke ist. Aber der Gedanke ploppt nun mal auf, so ab und an, aus Angst, aus Faulheit oder einfach nur aus Versehen!

Zusammen mit Kryptik Joe vom Premium Pyramidenhersteller Deichkind sind Maurice & Die Familie Summen auf der Suche nach Antworten in die eigenen Vergangenheit gereist und haben alte Versprechen an eine goldene Zukunft wieder für uns ausgegraben und mitgebracht:
Back into Space & Time.
Ja, back to the future, sisters & brothers!

Und weil Maurice so happy über die alten, wiedergewonnen Erkenntnisse war, lud man man Freunde und Bekannte spontan zu einer Timewarp-Party im neuen Festsaal Kreuzberg ein. Seht hier einen Partyausschnitt mit Zeit Zurück: Kryptik Joe on the mic und DJ Quersummen an den Decks...


Wer mehr über die Familie Summen und BMERICA wissen will, folgt uns hierhin:
http://www.bmericanexpress.de/
Erwerben kann man die Single Zeit Zurück übrigens regretfrei bei amazon, iTunes und streamen bei Spotify.

Ansonsten freuen wir uns nach den Ferien auf die BOIBAND, KEINE BEWEGUNG 2, die neue CHUCKAMUCK, DOC SCHOKO, KLEZ.E-Livealbum, SAURUS X, den STAATSAKT-LABELABEND in den Münchener Kammerspielen (mit ANDREAS DORAU, FRIENDS OF GAS, LEVIN GOES LIGHTLY und MAURICE & DIE FAMILIE SUMMEN), den BESSERWISSERTREFF2017 auf dem REEPERBAHNFESTIVAL und vieles mehr!

Wünschen Euch so oder so einen schönen Sommer und sagen:
„Ciao Ciao Moderne... hallo romantische Vorstellung...“

Euer:
Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2017 staatsakt.

Charts für alle!

staatsakt. 07/2017

Der Ausnahmekünstler Andreas Dorau war mit seiner Musik noch nie in den Albumcharts.

Zwar konnte er sich mit seinen Hits wie Fred von Jupiter oder Girls in Love über Wochen in den Single-Charts in diversen Ländern gemütlich machen, aber er hat nie genügend Scheiben in einer Woche verkauft, um irgendwo in den Top-100 zu landen. Ärgerlich.


Wir, vom Kunst- und Kulturbüro Staatsakt haben es uns deshalb zum Ziel gemacht, Andreas Dorau endlich in die Album-Charts zu bringen. Und zwar mit seinem 10. Studioalbum Die Liebe und der Ärger der Anderen.

Die ganze Unternehmung bereitet sowohl dem Künstler als auch uns bisher eine diebische Freude.

Nun, fragt Ihr Euch sicher: Wie stellt man das an?! Warum ausgerechnet jetzt?!

Wir haben die wichtigsten Fakten für Euch zusammengetragen:

  • ・Produkte müssen teuer unbedingt sein. Darum konnten wir Andreas Dorau zum ersten Mal in seinem Leben für das Format Doppel-Album überreden. Denn in Deutschland zählen die sogenannten Wertecharts. Es wird also nicht die Anzahl der verkauften Tonträger, sondern die Gesamtumsatzsumme gerechnet. Je höher das Umsatzvolumen desto höher die Chartposition. Ein Doppel-Album ist deutlich teurer als eine Einfach-LP

  • ・Darf ein Album dann auch über 100 Euro kosten?! Nein, es gibt eine Obergrenze. Maximal werden 50 Euro pro Unit gezählt

  • ・Wir haben darum ein Box-Set hergestellt, dass zum Doppel-Album nochmal 10 extra Stücke verteilt auf einer Flexi-Disc (Wundermund) und einem Tape (Die schwarze Kassette) enthält, um ein Produkt von 50 Euro auf den Markt zu schmeissen

  • ・Das Box-Set aber auch die Vinyl-Ausgabe sind streng limitiert. Auf jeweils 500 Einheiten. Es setzt den Fan unter Druck. Der Fan spürt das: Morgen gibt es die nur noch bei Discogs zu astronomischen Preisen zu kaufen...

  • ・Der Kunde sollte über in den Online-Shops schon Wochen vor der Veröffentlichung unbedingt zum vorbestellen genötigt werden, denn alles was vor dem Veröffentlichungstermin bestellt wird, fließt selbstverständlich in die erste Chartwoche hinein...

  • ・Wer es in die Charts schafft, hat starke Argumente für die Festivals und im Radio

  • ・Nun, Andreas Dorau hat zwar definitiv ein Radiogesicht, aber die passende Stimme dazu hat er leider nicht... (Zitat aus dem Song Radiogesicht)

Chartparty

Heute Abend feiern wir im Biergarten vom Festsaal-Kreuzberg ab 19:00Uhr selbstbewusst eine Chartparty. Nächste Woche Donnerstag (Trotz G20-Gipfels) gleich eine Chartparty in der Hanseplatte Hamburg hinterher. Wir sind uns unserer Sache also ziemlich sicher.

Warum?!

Weil wir wissen, dass wir uns auf unseren Kundenstamm verlassen können. Auf Euch!
(Igitt, ist das perfide!)

Hier sieht man Andreas Dorau beim windigen Auspacken des Box-Sets:

Für Alle...

Während wir hier von Charts reden, redet die CDU ernsthaft wieder von „Arbeit für alle“.

Was für ein verlogener Mist ist das denn, bitteschön?! Da können die Spin-Doktor_Innen zwischen Bertelsmann und Parteizentrale wirklich froh sein, das sich längst alle auf Trump und sein Fakenews-Schmierenkomödie stürzen. Der hat sie vermutlich sogar dazu inspiriert dumm und dreist auf diesem Slogan zu gehen.

Mal ehrlich: Im Jahr 2017 unter den Vorzeichen von Arbeit 4.0 von einer Vollbeschäftigung für alle zu reden, ohne auch nur einen Satz über die Arbeit der Zukunft zu verlieren, hat etwa die gleichen Charme, wie dummdreist Dieselmotoren „zukunftsfähig“ zu manipulieren.

Liebe CDU! Wir wissen, viele Eurer Wähler sind schon längst im letzten Lebensdrittel angelangt, und man will sie nicht auf den letzten Metern mit irgendwelchen beängstigen Fragen in Richtung Zukunft konfrontieren. Der Ausstieg aus der Atomenergie war schließlich schon schockierend genug!

Und so eine Partei der Mitte sollte nach Möglichkeit immer einfache Antworten auf die komplizierten Fragen des Lebens für seine Bürger parat haben.

Aber dennoch wäre doch hier eine „Idee für alle“ erstmal dringend von Nöten.

Nein, es wäre die Basis für alle Fragen nach der Zukunft der Arbeit.
Denn die Automation der Industrie, der Verwaltungen und auch der Dienstleistungsbereiche geht rasend schnell voran. Das kriegst Du, liebe CDU/CSU auf Deinen Dorf-Versammlungen womöglich gar nicht mit.

Und nur weil wir ein demographisches Gefälle haben, ist damit noch keine einzige Frage der Arbeit geklärt. Überhaupt: Sollten wir nicht erstmal die Frage nach Deutschland als Zuwanderungsland beantworten, oder schließt Du mit „Arbeit für alle!“ tatsächlich ALLE MENSCHEN ein. Also auch die Menschen, die vor den Toren der Festung Europas stehen?!

Das lassen wir jetzt einfach mal so stehen.


Bois

Wer über Charts und Arbeit redet, der sollte unbedingt über Männer und ihren Geltungsdrang reden.
Darum wollen wir Euch abschließend dringend unsere heißesten Newcomer mit Namen >BOIBAND ans Herz legen, die in ihrer ersten Single Diaspora genau dorthin zurückreisen, wo die CDU den Menschen gerade „Arbeit für alle“ verspricht, und wo die Menschen genau die Musik konsumiert, die auch oben in den Charts ist.

Apropos Hitparade: Ihr lieben, irgendwie noch linken Pop-Journalist_Innen: Ich habt Euch übrigens gewaltig vertan - Helene Fischer ist definitiv nicht cool!!!

Spätestens seit ihrem peinlichen Champions-League-Final-Pausen-Intermezzo, sollte Euch allen klar sein: Atemlos durch die Nacht mag ein Überhit sein, ein Glücksfall für das bundesdeutsche Bruttosozialprodukt, aber nur weil Helene Fischer auch schon mal Daft Punk oder Rhianna covert, macht sie das noch lange nicht zu einem internationalen Star, sondern einfach nur zu einer Sängerin einer Top-40-Band, bei der sich einfach niemand mehr für die Begleitmusiker interessiert.

Ja, wenn Wunsch Vater oder Mutter des Gedankens wird, dann ist die Merkelraute nicht mehr weit...

In diesem Sinne:
#Dorauindiecharts

© Copyright 2006 - 2017 staatsakt.

Outernational Music For Interplanetary People

staatsakt. 06/2017

Ehe für alle!

...dachten wir uns im Hause Staatsakt schon immer und vermählten uns erst diesen Frühling mit der Pop-Affinen Kölner Filmfirma Rapid-Eye-Movies.
Unser gemeinsames Baby heisst Fun In The Church.
Benannt haben wir das Label nach einem Song von Cannonball Adderley und nach der außergewöhnlichen Büro-Location der Rapid-Eye-Movie-Peoples.

Zusammen wollen wir bei Fun in the church Schallplatten veröffentlichen, die uns im Sinne unseres Leitspruchs „Outernational Music For Interplanetary People“ begeistern.
Klar, what else?!

Heute erscheint mit ROSAS EPEKTOS von der Flying Soul Stompers rund um den eindrucksvollen Shouter Bing Austria unsere erste LP.
Die Texte sind allesamt vom philippinischen Tausendsassa Khavn verfasst.

Schon 2016 konnten BING AUSTRIA & THE FLYING SOUL STOMPERS mit einer Single aus dem Khavn-Film Ruined Heart punkten, der einem vom ersten Moment an wie ein Evergreen vorkam und noch heute auf jeder Party die Herzen entflammt.

Rocksteady

Nun also Rosas Epektos, ein vollständiges Album, aufgenommen von Brezel Göring (Stereo Total) in den Philippinen.
Wer sich zwischen Soul, Folk und Rocksteady einfach nicht entscheiden kann, der greift hier zu:

und hier:

Ruined Heart ist auch mit drauf. Etwas kurz angebunden heute, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren:
#dorauindiecharts.

Euer:
Staatsakt. in the church

staatsakt

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