Auch wir denken an Rücktritt

staatsakt. 09/2014


Nationalspieler treten zurück. Die Französische Regierung tritt zurück. Und der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit hat seinen Dienst nun also auch quittiert.

Und wir? Wir bringen ein Album nach dem anderen heraus während sich die Künstler den Arsch abtouren. Immer schön kritisch in Pop-Opposition begriffen flüchten wir auf unserer kleinen MS Staatsakt, den Kurs schon seit mindestens Januar auf Libertatia genommen.

Während den Menschen außerhalb der Popzone gerade zeitgleich mit etwas Glück nur die Dächer weggebombt werden, schauen wir auf die Charts, die Ticketverkäufe, oder einfach nur auf eine Gelegenheit um uns am nächsten Tresen den Gin hinter die Binsen zu kippen.

Man kann dabei nicht sagen, dass uns die Lust an der Musik vergangen wäre.
Das wäre ja in etwa so, als würde einem die Lust am Träumen vergehen. Aber die Arbeitsbedingungen im Independent-Label-Biz sind in den letzten Jahren auch nicht wirklich besser geworden.
Was sagen Sie?
Jammern auf hohlem Niveau?
Sie sagen es.

Im Grunde werden wir immer mehr zu freiwilligen Sklaven einer global-googelnden Werbeindustrie die Musik schon längst nur noch als Treibstoff zur Vermarktung braucht. Die Produkte selbst werden zur Botschaft. Und sie sprechen immer zu die gleichen zwei Worte: Konsumiere mich!

Wenn man sich dabei allein nur in dieser Woche das Geschehen auf den Bühnen und in den Plattenregalen anschaut, weiß man beim besten Willen gar nicht mehr wohin mit seiner mit Empathie aufgeladenen Geldbörse!

Keiner unserer Künstler ist sich nicht über die absurde Situation seines Schaffens bewusst. Dafür können wir immerhin garantieren.

Aber wie soll es denn nun weiter gehen?

Ja, wie antwortet der Westfale immer so schön maulfaul auf die Frage wie es ihm geht?

Muss ja.

Euer:
Staatsakt.

PS:
Lob der Realität

PPS:

© Copyright 2006 - 2014 staatsakt.

News are my reality

staatsakt. 07/2014


Freunde der Informationsgesellschaft,

ist es nicht ein Wahnsinn wie alles schön nebeneinander herläuft.
Was wir für kognitive Weltmeisterleistungen zu Stande bringen?!

Ein paar praktische Beispiele aus unserem Gehirn:

Kategorie 1: Fußball WM
Unterkategorie 1: Europäische Mannschaften
Unterkategorie 2: Südamerikanische Mannschaften

Kategorie 2: Getränke
Unterkategorie 1: Alkoholische Getränke
Unterkategorie 2: Alkoholfreie Getränke

Kategorie 3: Musik
Unterkategorie 1: Mainstream
Unterkategorie 2: Nischenprodukte

Kategorie 4: Schmerzen
Unterkategorie 1: Geht schon...
Unterkategorie 2: Ab zum Arzt!

Bevor wir uns in die Sommerferien verabschieden, und wir uns dort zur Abwechslung mal ein paar neue Kategorien suchen (praktische Beispiele: Freundlicher Brandenburger vs. Unfreundlicher Brandenburger, Lokale Bierspezialitäten vs. Becks, Radwanderweg vs. Bundesstrasse, Ehekrach vs. Eine spitzen Zeit gehabt) wollen wir hier noch einmal rasch auf unser Notbetreuungsprogramm für chronisch unterforderte Synapsenbusfahrer hinweisen.

Wem also in den Ferien urplötzlich langweilig werden sollte, weil es ihm da draußen in der Mecklenburgischen Prärie an packenden Aufgaben fehlt, dem raten wir die neue Covermaschine von PeterLicht anzuschmeißen. Hier kann man unendlich viele Bilder von seinem Smartphone oder Computer hinauf in den Himmel der Erkenntnis laden. Und das tollste daran: Man kann die Maschine überall mit hinnehmen!
(Na gut, nur dorthin wo die Internetverbindung steht, zur Not halt mal in die Dorfschenke und nach Pils und Wi-Fi fragen...)

Die originellsten Exemplare noch auszudenkender Kategorien landen dann auf der Verpackung von LOB DER REALITÄT, dem Live-not-live-Album, welches wir am Tag der deutschen Einheit unter Dauerjubel auf die Fanmeile schmeißen werden.
Das Buch zur Platte bringen die freundlichen Kollegen beim Blumenbar-Verlag heraus.

Hier noch der Link ins Glück (die Maschine findet sich dort und ist im Grunde selbsterklärend).
Früher standen wir auf Rock-A-Billy, heute legen wir eben gesteigerten Wert auf die Use-A-Bility:

http://www.lob-der-realitaet.de Nicht vergessen: Vorher erscheinen die wirklich sehr guten Alben von DIE STERNE („Flucht in die Flucht“) und JENS FRIEBE („Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus“), zwischendrin die Vinyl-Ausgabe des neuen NRBQ Albums („Brass Tacks“) so wie der Sampler zum Bierfass von Hans E. Platte: Low Fidelity. (wo nun wieder die tollen Kollegen bei Haffmans und Tolkemitt das Buch zum Pullover herausbringen werden...)

Puh!

Und am 1.August erscheint die KNAST EP von CHUCKAMUCK - pünktlich zur gemeinsamen Tour mit den BEATSTEAKS!
Hier ein fremdenfeindlicher Song gegen alles was einen befremdet.
Die eigenen Emotion gleich eingeschlossen:

Steckt uns da rein wo es am schönsten ist!

Eure:
Outputs in den Ferien

PS: Na, selbstverständlich kommen wir auch zum DOWN BY THE RIVER Festival ins AboutBlank am 26.07. in Berlin.
Mit SCHNIPO SCHRANKE und ihrem jetzt schon legendären Urologen-Soul:

© Copyright 2006 - 2014 staatsakt.

Im Knast

staatsakt. 07/2014


Chuckamuck: Im Knast

staatsakt